Portrait in DAS EINFAMILIENHAUS Nr. 2, April/Mai 2014

Aufgeräumt

 

In der Regel geht es an dieser Stelle um schöne Sachen, die man kaufen kann: Gartenmöbel, Bodenplatten oder Küchengeräte. Dinge, die versprechen, das Leben besser zu machen, komfortabler und angenehmer. Davon finden Sie auch in dieser Ausgabe einiges, von der verführerischen Badausstellung bis zu den Messeneuheiten, die an der Swissbau in Basel präsentiert wurden.

Doch in meinem Lieblingsartikel geht es ausnahmsweise nicht um Neuanschaffungen, sondern genau ums Gegenteil. Die «Aufräumfrau», wie sich Christine Andrey selber nennt, hat sich aufs Entrümpeln spezialisiert. Sie mistet mit ihren Kunden Schränke, Schubladen und ganze Häuser aus. Sie hilft, Ballast abzuwerfen.

«Je grösser ein Haus ist, desto grösser ist die Versuchung, immer mehr Dinge anzuschaffen», stellt sie fest. Und damit wären wir wieder beim Thema. Aufräumen und Entrümpeln bringts. Besonders vor dem Umzug in ein neues Haus, oder einfach so zwischendurch. Damit die Dinge, die man wirk­lich braucht, benutzt oder liebt, griffbereit sind und gut zur Geltung kommen. Und damit es Platz gibt für Neues. «Auf­räumen gibt mir ein Gefühl von Freiheit», erklärt Christine Andrey. Ein Gefühl, das man sich hin und wieder leisten sollte. Wirksam wie ein Wellnessnachmittag und gratis noch dazu. Aufgeräumt in den Frühling starten – im Sinne von frohgemut und heiter – ein guter Plan?

 

Christine Vollmer